Wind

Wann werden Winde gefährlich?

Natürlich kommt es immer darauf an, worauf der Wind trifft. Auch gibt es einen Unterscheid, ob der Wind über dem Meer oder dem Land tobt. Aber man kann sagen, dass Winde ab Windstärke 8 zerstörerisch wirken und Gegenstände durch die Luft wirbeln. Dann wird in den Nachrichten im Radio und Fernsehen vor diesem Wind gewarnt. Bei einem starken Wind solltest Du also lieber zuhause bleiben und vom Fenster aus beobachten, was draußen los ist!

Berühmt-berüchtigte Winde sind Hurrikans, Taifune (im asiatischen Raum) oder Zyklone (im Indischen Ozean). Alle sind tropische Wirbelstürme, die unterschiedlich heißen, weil sie in verschiedenen Teilen der Welt entstehen.



Hurrikans sind Wirbelstürme ab Windstärke 12, die sich im Atlantik und Nordpazifik bilden und vor allem in Nordamerika wüten. Das Wort Hurrikan bedeutet Gott des Windes. Es gibt eine Hurrikan-Saison, das heißt, in der Zeit von Juni bis September entstehen die meisten Hurrikans. Jedes Jahr zerstören diese Wirbelstürme ganze Landstriche durch den starken Wind, den vielen Regen und die verheerenden Sturmfluten. Hurrikans entstehen, weil sich die Luft über dem Meer stark erwärmt und viel Wasser verdunstet. Daraus bilden sich große Wolken, die nach oben steigen und immer mehr feuchte Luft ansaugen.

Experten glauben, dass wir Menschen schuld daran sein könnten, dass es immer mehr Wirbelstürme gibt und sie heute auch in Ländern auftreten, die vorher nicht von starken Stürmen betroffen waren. Im Jahr 2005 erreichte ein Wirbelsturm sogar die südeuropäische Küste. Zur Zeit wird von Wissenschaftlern untersucht, ob die globale Erwärmung (also die steigende Temperatur auf der Erde) der Grund für die vielen schweren Stürme sein könnte.

Wie erzeugen Windräder Strom?

Neben den gefährlichen und spannenden Dingen, die der Wind anstellt, gibt es auch eine ganz besondere Technologie: Windräder, die Strom erzeugen können.
Davon werden immer mehr in sogenannten Windparks oder einzeln, auf Hügeln oder im Meer aufgestellt, um Strom zu erzeugen. Und das geht so: Der Wind bewegt die Rotorblätter des Windrades, das Windrad dreht sich. Im Inneren wird dadurch ein Generator angetrieben, der die Bewegung in Strom verwandelt.

Da der Wind nicht immer und überall gleichmäßig weht, ist es nicht möglich, mit Windräder den Strom für alle Menschen zu erzeugen. Noch muss unser Strom aus verschiedenen Quellen gewonnen werden. Aber Windkraft ist umweltfreundlich, weil uns der Wind nie ausgeht!

Wer braucht den Wind?

Einige Pflanzen sind darauf angewiesen, dass der Wind ihre Samen verteilt, damit sie weiter wachsen können. Die Samen dieser Pflanzen sind dann so geformt, dass sie besonders gut fliegen, zum Beispiel beim Löwenzahn oder dem Ahorn.

 

Und dann gibt es noch Erfindungen, die entstanden sind, weil die Menschen erkannt haben, dass sie die Kraft des Windes nutzen können. So wurden Segel gehisst, damit der Wind Schiffe antreibt und man nicht mehr rudern muss. Oder man baute Windmühlen, die einen Mühlstein antrieben, um Getreide zu mahlen. Und überleg mal, wie viele Sportarten es gibt, die nur mit Wind funktionieren! Drachen steigen, Segeln, Windsurfen, Kite-Surfen und viele mehr.

Die Sportler haben eine spezielle Ausrüstung, die sie in den Wind stellen, um schnell voran zu kommen. Die Sportgeräte sind dann so geformt, dass sie besonders gut fliegen, segeln oder gleiten.

Daher weht der Wind!

Mir ist aufgefallen, dass es viele Redensarten gibt, in denen das Wort Wind vorkommt. Vielleicht fallen Dir noch weitere ein! Weißt Du auch, was diese Ausdrücke bedeuten?

- Tut mir leid, aber ich bin heute völlig durch den Wind!
- Davon habe ich im letzten Moment Wind gekriegt.
- Das stinkt drei Meilen gegen den Wind!
- Das bringt frischen Wind in die Sache.

Zurück zu Seite 1 oder Seite 2.